Moers – Am Donnerstag, 5. November, um 19.30 Uhr präsentiert das Grafschafter Museum den Spielfilm „Heldin“. Wie die Stadt Moers mitteilte, wird der Film im Haus der Demokratiegeschichte im Alten Landratsamt (Kastell 5) gezeigt, und zwar als Teil der Lichtspiele. Der Film gehört zudem zum europäischen Filmfestivals der Generationen.
Der Film fragt, wie viel Menschlichkeit möglich ist, wenn Zeit und Personal fehlen. Regisseurin Petra Volpe zeigt darin, wie der Pflegealltag aussieht. Im Fokus stehen die Verantwortung für eine menschenwürdige Versorgung sowie die Rahmenbedingungen, die es Pflegenden ermöglichen, für andere da zu sein.
Medizinische Aufgaben und stetiger Druck
Die Hauptfigur heißt Floria und arbeitet als engagierte Pflegefachkraft auf der chirurgischen Station einer Schweizer Klinik. Ihren Beruf liebt sie; die Patientinnen und Patienten versorgt sie mit Fachwissen, Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen. Als ihre Spätschicht beginnt, ist die ohnehin knapp besetzte Station komplett belegt. Weil eine Kollegin ausfällt und die Aufgaben sich häufen, wächst die Zahl derer, die auf Florias Hilfe angewiesen sind. Zwischen medizinischer Arbeit, persönlichen Schicksalen und anhaltendem Zeitdruck stößt sie zunehmend an ihre Grenzen. Nach Darstellung der Mitteilung verleiht Hauptdarstellerin Leonie Benesch der Figur eine beeindruckende Nähe und Glaubwürdigkeit.
Die Eckdaten
- Termin: Donnerstag, 5. November, 19.30 Uhr
- Ort: Haus der Demokratiegeschichte im Alten Landratsamt (Kastell 5)
- Veranstalter: Grafschafter Museum, im Rahmen der Lichtspiele
Im Film steht eine Pflegefachperson im Mittelpunkt. Wie das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Website erläutert, erfolgt die Ausbildung seit dem 1. Januar 2020 auf Grundlage des Pflegeberufegesetzes. Dabei wurden die bisher getrennt geregelten Pflegeausbildungen in einem Gesetz zusammengeführt.
Wie das Ministerium mitteilt, durchlaufen sämtliche Auszubildende in den ersten beiden Jahren gemeinsam eine breit angelegte, generalistische Qualifizierung. Wer im dritten Jahr die generalistische Ausbildung fortsetzt, erwirbt den Abschluss „Pflegefachperson“, „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“. Auszubildende zahlen dafür weder Ausbildungsgebühren noch Schulgeld.
Ergänzend gibt es ein Pflegestudium, das mindestens drei Jahre dauert. Das Statistische Bundesamt gibt an, dass die Vollzeitausbildung drei Jahre umfasst; der Unterricht erfolgt an Pflegeschulen, die praktischen Einsätze laufen in Kliniken sowie in ambulanten oder stationären Einrichtungen der Pflege. Nach vorläufigen Ergebnissen des Bundesamts unterschrieben rund 64 300 Auszubildende im Jahr 2025 erstmals einen Vertrag für die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann.
Unsere Meinung
Der Film bietet einen Anlass, über den Pflegealltag zu sprechen, den viele nur aus Erzählungen kennen. Ein Spielfilm ersetzt keine Fakten zur Lage in Krankenhäusern, doch er macht das Thema greifbar. Offen bleibt, ob die Mitteilung ein Gespräch nach der Vorführung vorsieht; dazu steht darin nichts.





