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Rees: Katharina Wittich koordiniert erstmals den Kunstsonntag

Der Reeser Kunstsonntag steht in diesem Jahr unter neuer Leitung: Katharina Wittich koordiniert die Jubiläumsausgabe zum ersten Mal, wie die Stadt Rees mitteilte. Die Reeserin arbeitet seit Anfang des Jahres in der Stabsstelle für Öffentlichkeitsarbeit, Stadtmarketing, Tourismus und Kultur. Sie folgt auf Riccarda Leidenfrost, die bisher organisiert hat und inzwischen im Ruhestand ist. Leidenfrost hilft noch punktuell in der Touristeninformation aus.

Wittich beschreibt ihren Start als Mischung aus Vorfreude und Respekt vor der Aufgabe. Ihre Vorgängerin habe sie von Anfang an gut mitgenommen. „Ich habe gemerkt, wie gerne Riccarda diese Veranstaltung geplant hat“, sagte sie. Schon beim ersten Kontakt mit den Kunstschaffenden habe sie gesehen, wie tief die Veranstaltung in der Stadtgemeinschaft verwurzelt ist. Viele Beteiligte kannten den Termin, bevor Wittich sie ansprach, und einige hatten ihre Ausstellungsräume schon gesichert.

Anspruchsvoll wird die Aufgabe durch die Vielfalt der Beteiligten. Die 36 Ausstellenden reichen von langjährig Erfahrenen bis zu Debütanten, die erstmals öffentlich zeigen, was sie schaffen. Einige haben ein klares Präsentationskonzept, andere suchen Unterstützung bei der Wahl eines Ausstellungsortes oder bei digitalen Abläufen. Nach Wittichs Worten stehen Newcomer und etablierte Kunstschaffende nebeneinander und werden gleichermaßen wahrgenommen. Für alle, denen sonst eine Galerie, Werbung oder ein Ausstellungsort fehlt, bietet die Veranstaltung eine Plattform. Sie zeige zugleich, wie viel Kunst es in Rees schon gibt, von privaten Galerien bis zu Ausstellungen im Rathaus und im Skulpturenpark.

Wittich wohnt mit ihrer Familie in Rees und kennt Orte und Menschen durch ihr Engagement in Schule und Vereinen. Dazu bringt sie Erfahrung im Veranstaltungsbereich aus ihrer Ausbildung mit. Unterstützung bekommt sie nach eigener Aussage von vielen Seiten: Viele Reeser Unternehmen und Privatleute überlassen ihr Räumlichkeiten unentgeltlich. Selbstverständlich sei das nicht.

Neu dabei ist das Krematorium in Rees als Ausstellungsort, den vier Künstlerinnen nutzen. Im Pfarrsaal in St. Marien Haldern gibt es einen Workshop, bei dem Mitarbeitende und Bewohner der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) gemeinsam mit den Besuchern ein Kunstwerk schaffen. Neu ist auch Judith Anna Schmidt, die in ihrer im letzten Jahr eröffneten Galerie in der Fallstraße vier Kunstschaffende zu einer Gemeinschaftsschau versammelt. Der Schwerpunkt der Ausstellungen liegt in Rees, Anlaufpunkte gibt es auch in Haldern und Reeserward.

Die Eckdaten

  • Termin: Sonntag, 8. November 2026, von 11 bis 17 Uhr
  • 25. Reeser Kunstsonntag mit 36 Ausstellungsorten
  • Weitere Informationen gibt es unter www.stadt-rees.de/kunstsonntag

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Der Kunstsonntag begann nach Angaben der Stadt Rees im Jahr 2001 mit 14 Ausstellenden. Im Kulturkalender der Stadt Rees hat er inzwischen einen festen Platz.

Zum 25. Mal öffnen am 8. November 2026 Galerien, Ateliers, Museen und sonstige Ausstellungsorte in Rees und den Ortsteilen ihre Türen. Der Eintritt zu allen Ausstellungen ist frei. Eine Broschüre mit Details zu Künstlern und Orten liegt laut Stadt im Rathaus und in der Touristeninformation aus.

Im Vorjahr zeigten laut Stadt Rees 37 Künstlerinnen und Künstler ihre Werke. Riccarda Leidenfrost hatte dabei federführend die Organisation übernommen: Sie gewann Kunstschaffende, erstellte Broschüre und Flyer und vermittelte bei Bedarf Ausstellungsorte.

Unsere Meinung

Dass viele Räume kostenlos zur Verfügung stehen und Neulinge neben Erfahrenen zeigen dürfen, macht den Kunstsonntag für Besucher abwechslungsreich. Der Workshop in Haldern ist eine Gelegenheit, selbst mitzumachen. Wie der Übergang zwischen der bisherigen und der neuen Koordination konkret gelaufen ist, geht aus der Mitteilung nur in Ansätzen hervor.

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