Hilden – Die Stadt Hilden hat sich an der bundesweiten Geburtstagsaktion „EIN HERZ FÜR UNICEF“ beteiligt. Ein in Bronze gestaltetes Kunst-Herz der Künstlerin Meral Alma wurde jetzt im Hildener Rathaus offiziell an Heribert Klein übergeben, teilte die Stadt Hilden mit. Bürgermeister Claus Pommer war bei der Übergabe dabei. Anlass ist der 80. Geburtstag des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen. In 80 Städten in Deutschland soll je ein eigenes Kunst-Herz entstehen, gestaltet von Künstler*innen oder Prominenten der jeweiligen Stadt.
Die Idee zu der Aktion stammt von Heribert Klein, der zugleich dem Deutschen Komitee für UNICEF angehört. Die Idee kam ihm im vergangenen Sommer. Er wollte in 80 Städten die (Ober-)Bürgermeister*innen dafür gewinnen, eine Künstlerin, einen Künstler oder eine prominente Persönlichkeit um ein individuelles Kunst-Herz zu bitten. Dass Hilden mitmacht, freue ihn „ganz besonders“, erklärte Klein.
Die Aktion hat eine längere Vorgeschichte. Klein rief „EIN HERZ FÜR UNICEF“ schon 2001 für das Deutsche Komitee für UNICEF ins Leben. Das erste Herz, aus Fichtenholz, überreichte Klein seinem Freund Sir Peter Ustinov, dem damaligen UNICEF-Weltbotschafter, zu dessen 80. Geburtstag. Es stammte aus Filzmoos und hatte einen Materialwert von einem Euro. Seitdem entstanden in bislang 17 Einzelaktionen Herzen von Schulklassen, aus Politik, Sport und Kunst sowie von weiteren Prominenten.
Pommer sagte, die Beteiligung zeige die besondere Verbundenheit der Stadt mit UNICEF. Das Wohl von Kindern in schwierigen Lebenssituationen habe in Hilden einen hohen Stellenwert, was sich auch an der seit 40 Jahren bestehenden UNICEF-Gala in der Stadt zeige. Das Herz solle „ein sichtbares Zeichen unserer Verbundenheit mit UNICEF und unserer gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft aller Kinder“ darstellen.
Meral Alma hatte nach eigenen Worten vor rund zehn Jahren schon ein Herz aus Fichtenholz für UNICEF gestaltet. Bronze sei ein Material, das Jahrhunderte überdauere. Darin liege für sie ein Versprechen: nicht wegzusehen, wenn Kinder Hilfe brauchen. Sie dankte der Stadt, Bürgermeister Pommer und Heribert Klein.
UNICEF wurde am 11. Dezember 1946 gegründet, zunächst um notleidende Kinder im kriegszerstörten Europa mit Nahrung, medizinischer Versorgung und Bildung zu unterstützen. Heute ist es in mehr als 190 Ländern aktiv und leistet Nothilfe und langfristige Unterstützung. Seit 1990 ist die Kindersterblichkeit bei den Jüngsten um 60 Prozent zurückgegangen. 154 Millionen Menschen verdanken ihr Leben den Impfungen der vergangenen 50 Jahre. Zudem gehen heute mehr Kinder zur Schule als jemals zuvor. Zugleich lebt fast jedes fünfte Kind in einem Konfliktgebiet, rund 50 Millionen Kinder sind auf der Flucht, und fast die Hälfte wächst in Ländern auf, die vom Klimawandel besonders betroffen sind.
UNICEF ist nach Angaben von Wikipedia eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen gründete sie am 11. Dezember 1946, um Notfallnahrung und Gesundheitsversorgung für Kinder in Ländern bereitzustellen, die unter den Folgen des Zweiten Weltkrieges litten. Der Hauptsitz liegt in New York City.
Ursprünglich hieß die Organisation United Nations International Children’s Emergency Fund, seit 1953 United Nations Children’s Fund. Nach Angaben von UNICEF Deutschland arbeitet sie heute in über 190 Ländern und will erreichen, dass die Kinderrechte für jedes Kind Wirklichkeit werden, und orientiert sich dabei an der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen.
In Deutschland vertritt das Deutsche Komitee für UNICEF e. V. das Kinderhilfswerk. Laut Wikipedia wurde es am 30. Juni 1953 gegründet, die Geschäftsstelle sitzt in Köln. Die weltweite Arbeit fördert das Deutsche Komitee finanziell, indem es Spendengelder weiterleitet und zusätzlich UNICEF-Grußkarten verkauft, deren Einnahmen ebenfalls in die Projekte fließen. Nach Wikipedia arbeiten in Deutschland etwa 8000 Ehrenamtliche in rund 200 Gruppen für UNICEF.





