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Familienkommune 2026: Land NRW zeichnet Städte und einen Kreis aus

Düsseldorf – Der Landespreis „Familienkommune 2026“ geht an sechs Kommunen. Preisträger sind die Städte Bochum, Detmold, Dortmund, Düsseldorf und Krefeld ebenso wie der Ennepe-Ruhr-Kreis. Das teilte das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration NRW mit. Der Preis stand in diesem Jahr unter dem Motto „Ein Zuhause. Für Familien.“

Das Familienministerium vergibt den Preis zum dritten Mal. Bewerben konnten sich Kommunen mit einzelnen, innovativen Projekten oder mit familienpolitischen Gesamtkonzepten. In der Jury sitzen Fachleute aus der Wissenschaft, aus den Familienverbänden des Landes und aus dem Familienministerium. Nach Angaben des Ministeriums soll der Preis zeigen, auf welch unterschiedlichen Wegen sich Familienfreundlichkeit in der kommunalen Praxis verankern lässt.

Familienministerin Verena Schäffer sagte, für Familien mache es einen Unterschied, wie ihr unmittelbares Lebensumfeld gestaltet sei. Nach Angaben der Ministerin zeigen die sechs Preisträger, wie Kommunen die Bedürfnisse von Familien aufgreifen und daraus konkrete Angebote und Projekte entwickeln. Sie danke zudem allen, die sich beworben hatten.

Die Preisträger und ihre Ansätze

Mit dem Projekt „BO:StarQ” spricht Bochum Familien, die von Armut betroffen sind, unmittelbar in ihrem Quartier an. Dabei greifen Beratung nahe am Wohnort, enge Kooperation und die aktive Mitwirkung der Familien ineinander.

Detmold stärkt Familien mit zugeschnittenen Hilfen und beugt so Kinderarmut vor. Dafür setzt die Stadt auf Angebote in einzelnen Stadtteilen, belastbare Netzwerke und langfristigen Einsatz.

In Dortmund verbindet „Mini Dortmund” eine kostenlose Betreuung in den Ferien mit Demokratiebildung. Die Kinder formen dabei ihre eigene Stadt mit und erfahren, was Mitbestimmung bedeutet.

Düsseldorf baut seine Präventionskette für alle Lebensphasen aus, mit ressortübergreifender Planung und gezielter Förderung. Die Kette soll zudem Armut und deren Folgen verringern.

Der Ennepe-Ruhr-Kreis will mit „arbeiten-pflegen-leben” Pflege, Familie und Beruf besser vereinbar machen. Dafür sorgen ein Netzwerk in der Region sowie konkrete Hilfen für Beschäftigte und Betriebe.

Krefeld sieht Armutsprävention als Aufgabe der ganzen Kommune. Mithilfe von Sozialdaten will die Stadt Familien in ihren Quartieren gezielt und auf Dauer helfen.

Die Eckdaten

  • Preis: Landespreis „Familienkommune 2026“, zum dritten Mal vergeben
  • Preisträger: Bochum, Detmold, Dortmund, Düsseldorf, Krefeld und der Ennepe-Ruhr-Kreis
  • Details zu den Kommunen: nach der Preisverleihung beim Familienportal.NRW

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