Rommerskirchen – In Rommerskirchen können Bürger in diesem Jahr wieder Weihnachtswünsche von Senioren erfüllen. Oft geht es dabei nicht um Geschenke, sondern um Zeit. Das teilte die Gemeinde Rommerskirchen mit. Die Wunschbaum-Aktion für bedürftige Kinder und Jugendliche läuft bereits seit der Vorwoche, gemeinsam mit der Tafel. Nun sind auch die Senioren an der Reihe.
Mandy Pfeiffer aus dem Bürgermeisterbüro besuchte gestern die beiden Seniorenwohnheime der Gemeinde und gab den Leitungen die Wunschkarten. In den Heimen füllen die Bewohner die Karten aus. Häufig stehen darauf immaterielle Wünsche: Die Senioren wünschen sich Zeit zum Vorlesen, zum Plaudern, zum Spazierengehen, für ein Kartenspiel und vor allem zum Zuhören.
Jennifer Weidig, Leiterin des Caritashauses „St. Elisabeth“, berichtet, dass aus manchem „Zeit-Spender“ der Aktion ein ehrenamtlicher Helfer geworden ist. Diese Menschen kommen regelmäßig ins Haus und kümmern sich um „ihre“ Senioren. Ähnliche Erfahrungen gibt es im Haus „carpe diem“. In beiden Einrichtungen ist die Vorfreude auf die diesjährige Runde deshalb groß.
Jedes der beiden Häuser hat 30 Karten. Sie werden am 20. November wieder eingesammelt. Anschließend werden sie an den Weihnachtsbaum im Foyer gehängt. „Danach werden die Kärtchen an unseren Weihnachtsbaum im Foyer gehängt, so dass die Bürger den Kindern oder den Senioren wieder eine Freude machen und die kleinen Wünsche erfüllen können“, sagte Mandy Pfeiffer. Wer einen Wunsch erfüllt, gibt das Geschenk oder die „Zeit-Zusage“ am Empfang im Rathaus ab.
Die Geschenke für die Kinder können am 18. Dezember um 12 Uhr vor dem Rathaus verteilt werden. Für die Senioren übernimmt die Gemeindeverwaltung die Auslieferung: Ihre Vertreter fahren zu den beiden Heimen.
Die Eckdaten
- Einsammeln der Wunschkarten in den Seniorenheimen: 20. November
- Pro Einrichtung stehen jeweils 30 Karten zur Verfügung
- Abgabe der Geschenke oder „Zeit-Zusagen“: am Empfang im Rathaus
- Verteilung an die Kinder: 18. Dezember um 12 Uhr vor dem Rathaus
- Auslieferung an die Senioren: durch Vertreter der Gemeindeverwaltung in den beiden Heimen
Der Weihnachtsbaum im Rathausfoyer ist nach einer älteren Mitteilung der Gemeinde seit mehr als einem Jahrzehnt auch der Wunschbaum der Rommerskirchener Tafelkunden. Die Tafel hat zudem schon vor einigen Jahren einen Briefwünsche-Baum eingerichtet, der neben dem Wunschbaum steht. Dort können Spender den Bewohnern der Senioreneinrichtungen Carpe Diem und Caritas St. Elisabeth persönliche Zeilen schreiben.
Die Aktion wird laut einer weiteren Mitteilung der Gemeinde schon seit etlichen Jahren veranstaltet. Bürgermeister Martin Mertens sagte dort, sie habe sich zu einer „Herzensangelegenheit für die Menschen in Rommerskirchen“ entwickelt.
Unsere Meinung
Zeit zu verschenken kostet kein Geld, verlangt aber Verlässlichkeit. Die Berichte über Spender, die als Ehrenamtliche geblieben sind, zeigen, dass die Aktion mehr bewirken kann als ein Geschenk. Wer eine Karte nimmt, sollte sich vorher überlegen, wie viel Zeit er wirklich einplanen kann.





