Düsseldorf – Am Samstag hat die Polizei in der Düsseldorfer Innenstadt mehrere Versammlungen begleitet. Sie verliefen nach Angaben der Polizei Düsseldorf grundsätzlich friedlich, es gab aber einzelne Vorfälle mit Pyrotechnik und mehrere Funde gefährlicher Gegenstände.
Der größere Aufzug
Die ersten Teilnehmenden kamen ab 15:45 Uhr am Konrad-Adenauer-Platz zusammen. Um 16:00 Uhr startete der Aufzug mit mehreren Redebeiträgen, etwa eine halbe Stunde später setzte sich der Zug in Bewegung. In der Spitze zählte die Polizei rund 2.500 Menschen.
Während des Aufzugs wurde ein Polizeibeamter mit Pyrotechnik beworfen. Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein. Am Zielort, dem Johannes-Rau-Platz, folgten mehrere Schlussbeiträge, gegen 18:10 Uhr wurde die Versammlung für beendet erklärt. Danach wurde von der Rheinkniebrücke aus Pyrotechnik auf ehemalige Teilnehmende geworfen. Nach aktuellem Stand wurde niemand verletzt. Zwei Tatverdächtige konnten identifiziert werden, es wurden Strafanzeigen gefertigt.
Der weitere Aufzug
Ein weiterer Aufzug mit bis zu 160 Teilnehmenden in der Spitze zog ab 15:35 Uhr von der Friedrich-Ebert-Straße zum Grabbeplatz. Nennenswerte Zwischenfälle gab es dort nicht.
Funde bei Kontrollen
Nach dem Ende der Versammlungen setzte die Polizei ihren Einsatz fort. Bei Kontrollen im Umfeld stießen die Einsatzkräfte mehrfach auf gefährliche Gegenstände. An der Neustraße trug eine Person sogenannte „Polenböller“ und eine „Kugelbombe“ bei sich, laut Polizei professionelle Pyrotechnik. Am Landtag hatte eine Person ein Messer sowie eine Gasmaske bei sich. Die Einsatzkräfte fertigten mehrere Strafanzeigen.
Ob die angetroffenen Personen mit den vorherigen Versammlungen zusammenhängen, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Der Einsatz zum übrigen Halloween- und Altstadtgeschehen läuft weiter. Die Polizei will ihn in einer gesonderten Pressemeldung am Sonntag bilanzieren.
Die Eckdaten
- Größerer Aufzug: Konrad-Adenauer-Platz bis Johannes-Rau-Platz, Beginn der Versammlung 16:00 Uhr, Ende gegen 18:10 Uhr
- Weiterer Aufzug: Friedrich-Ebert-Straße bis Grabbeplatz, ab 15:35 Uhr
- Bilanz zum Halloween- und Altstadtgeschehen: gesonderte Pressemeldung am Sonntag
Unsere Meinung
Die Polizei beschreibt den Tag als grundsätzlich friedlich, und bei einem so großen Aufzug ist das zunächst eine gute Nachricht. Pyrotechnik, die von einer Brücke auf Menschen geworfen wird, ist trotzdem gefährlich. Dass nach aktuellem Stand niemand verletzt wurde, ist Glück. Offen bleibt, ob die kontrollierten Personen etwas mit den Aufzügen zu tun hatten.




