Rees – Die Touristeninformation in Rees darf sich drei Jahre lang mit der „i-Marke“ schmücken. Der Deutsche Tourismusverband (DTV) hat sie ausgezeichnet, nachdem sie in einer unabhängigen Prüfung ein gutes Ergebnis erzielt hatte, teilte die Stadt Rees mit.
Die Stadt wollte sich nach eigenen Angaben bewusst dem Vergleich mit anderen Touristeninformationen stellen. Außerdem sollte der Blick einer externen Fachprüfung helfen, Stärken sichtbar zu machen und Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen. „Die i-Marke bestätigt die hohe Qualität der Arbeit vor Ort.“ So äußerte sich Jörn Franken, der die Stabsstelle für Öffentlichkeitsarbeit, Stadtmarketing, Tourismus und Kultur leitet. Wertvoll seien auch die konkreten Hinweise der Prüferin für die schrittweise Weiterentwicklung. Weil Rees als Reiseziel an Gewicht gewinnt, will die Stadt die Einrichtung als zentrale Anlaufstelle für Gäste weiter stärken.
Was geprüft wurde
Die Prüfung umfasste Erreichbarkeit, Beschilderung, Barrierefreiheit und Öffnungszeiten. Ebenso bewertet wurden Erscheinungsbild außen und innen, Beratungsqualität, Informations- und Serviceangebot, digitale Angebote sowie Qualitätsmanagement und Nachhaltigkeit.
Am besten schnitt die Touristeninformation bei Beratung und Service am Counter mit 92 Prozent ab. Die Prüferin lobte eine freundliche, aufmerksame und kompetente Beratung. Besucher erhielten zudem Hinweise zu Radrouten, Gastronomie, Übernachtungsmöglichkeiten und Ausflugszielen in Rees, in der Region sowie in den Niederlanden. Positiv bewertet wurden außerdem die Lage am Markt nahe Rathaus und Rheinpromenade, die guten Öffnungszeiten, die barrierefreie Erreichbarkeit und das breite Leistungsangebot.
Das Angebot reicht von Stadtführungen und Eintrittskarten über Auskünfte zu Unterkünften, Freizeit und Fahrplänen bis zum E-Bike-Verleih. Auch Souvenirs, Postkarten und Medien mit Rees-Bezug gibt es. Hinzu kommen digitale Tourenvorschläge und kostenfreies WLAN. Informationsmaterial gibt es auch auf Englisch und Niederländisch.
Verbesserungen und Ausblick
Die Zertifizierung hat laut Stadt bereits Folgen: Hinweise zu Wegweisung und Beschilderung wurden aufgenommen. Die große Prospektwand ist nach der Prüfung mit einheitlichen Rubriken wie „Rees“, „Umgebung“, „Radfahren“ sowie „Unterkünfte und Gastronomie“ übersichtlicher gegliedert worden. Außerdem wird empfohlen, die Öffnungszeiten deutlicher darzustellen, die Schaufenster saisonal und regional zu gestalten und das Angebot für Familien mit Kindern zu erweitern.
Für Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement wurden ebenfalls Ansatzpunkte genannt, etwa digitale Informationen für Gäste, Videoinhalte auf dem Schaufensterbildschirm, audiovisuelle Führungen und eine bessere Vermittlung nachhaltiger Mobilität. Die Stadt will die Hinweise nach und nach prüfen und, wo es sinnvoll und machbar ist, berücksichtigen.
Teamleiterin Rita Betancor sagte, die i-Marke sei „auch eine Anerkennung und Motivation für das Team der Touristeninformation“. Zwei Teilzeitkräfte und sieben geringfügig Beschäftigte halten die Einrichtung täglich geöffnet. Viele Besucher orientieren sich nach der Ankunft zuerst dort, und auch Einheimische nutzen sie, etwa für Tickets, Souvenirs oder Medien über die Stadt. Bei Messeauftritten und Hanse-Veranstaltungen vertritt das Team Rees zudem nach außen.
Die Eckdaten
- Auszeichnung: „i-Marke“ des Deutschen Tourismusverbands, gültig für drei Jahre
- Ergebnis in Beratung und Service am Counter: 92 Prozent
- Die Touristeninformation hat jeden Tag geöffnet
Die Touristeninformation gehört zur Stabsstelle für Öffentlichkeitsarbeit, Stadtmarketing, Tourismus und Kultur. Laut Stadt Rees sitzt sie am Markt 41 und ist täglich von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Gäste wie Einheimische können dort Tickets für Events erwerben und sich zu Sehenswürdigkeiten beraten lassen.
Die Touristeninformation ist Verleihstation für die grünen Niederrhein-Räder, darunter vier E-Bikes. Ausleihen lassen sich die Räder ausschließlich per NiederrheinRad-App.
Die Stadtführung der kurzen Wege kostet 7,00 € pro Person, Kinder unter 12 Jahren sind frei. Der Gruppenpreis liegt bei 65,00 €, mit maximal 25 Personen.
Unsere Meinung
Eine Zertifizierung ist nur dann mehr als ein Schild an der Tür, wenn ihre Hinweise umgesetzt werden. Dass die Stadt die Prospektwand schon neu geordnet hat, spricht dafür. Interessant wird, welche der digitalen Ideen tatsächlich kommen, denn die Mitteilung nennt dafür keinen Zeitplan.





