Neuss – Gründen als Karriereweg: Dafür hat die impuls.RheinKreisNeuss Wirtschaftsförderung beim Future Career Festival in Düsseldorf geworben. Wie die Kreisverwaltung Rhein-Kreis Neuss mitteilte, nutzte die Wirtschaftsförderung den Auftritt, um den Kreis als Wirtschafts- und Innovationsstandort vorzustellen und Selbstständigkeit als möglichen beruflichen Weg aufzuzeigen.
Teil des Programms war außerdem der Panel-Talk „Karriereoptionen in Start-ups im Rhein-Kreis Neuss“. Dort sprachen Vertreterinnen und Vertreter von Reguly, KuroVia, Mom.Career und ScrapBees über Berufsperspektiven in jungen Unternehmen und über die Chancen, die ein Start-up bietet. Laut Mitteilung nutzen alle vier Firmen Angebote der Wirtschaftsförderung für Gründer. Der Talk habe gezeigt, wie vielfältig die regionale Gründungslandschaft ist und auf welchen Wegen junge Unternehmen begleitet werden.
Zusätzlich war die Wirtschaftsförderung mit einem eigenen Stand vertreten. Dort gab sie gemeinsam mit Reguly Einblicke in die Gründungsaktivitäten im Kreis. Reguly stammt aus der aktuellen Förderrunde des Programms accelerate.rkn. Besucher konnten am Stand Kontakte knüpfen und die regionale Start-up-Szene als Arbeitsfeld kennenlernen. Eva de Schrevel von der Wirtschaftsförderung sagt: „Wir möchten zeigen, dass auch die Selbstständigkeit ein attraktiver Karriereweg sein kann, und die vielfältigen Gründungsaktivitäten in unserer Region stärker ins Bewusstsein rücken“. Wer ein Unternehmen gründet, könne eigene Ideen umsetzen und Ziele selbstbestimmt verfolgen.
Organisiert hat das Festival die Global Spotlight GmbH unter der Leitung von Mandy Sun. Austragungsorte in Düsseldorf waren die Seifenfabrik und die WHU. Rund 300 Gäste kamen, dazu etliche Aussteller. Im Mittelpunkt standen Karriere, Recruiting, die Arbeitswelt von morgen, Networking sowie Innovation. Mandy Sun ist selbst mit dem regionalen Gründungsökosystem verbunden: Sie nahm selbst an accelerate.rkn teil und gehört dem Netzwerk des impuls.werks an, das auf dem Areal Böhler angesiedelt ist. Die Wirtschaftsförderung sieht darin ein Beispiel, wie Gründungsförderung und Vernetzung unternehmerische Entwicklungen unterstützen. Mit ihrem Auftritt wolle sie zeigen, wie wichtig Gründungen für die Wirtschaft im Kreis sind und dass junge Unternehmen auch berufliche Perspektiven eröffnen.
Wer selbst gründen will, kann sich beim Kreis um Unterstützung bewerben. Wer im Rhein-Kreis Neuss gründet und sich erfolgreich bei accelerate.rkn bewirbt, kann Unterstützung in Form von Sachleistungen und Dienstleistungen bekommen, deren Gegenwert bis zu 25.000€ beträgt. Antragsberechtigt sind Einzelgründer oder Teams, deren Idee höchstens den Prototypenstatus erreicht hat. Sie sollten im Rhein-Kreis Neuss gründen wollen oder dort bereits gegründet haben. Die Anträge sind laut Kreis jeweils bis zum 31.05. und 15.11. einzureichen.
Daneben nennt der Kreis auf seiner Website das Startercenter NRW. Hinzu kommen Gründungsberatungen, die nichts kosten und auf den Einzelfall zugeschnitten sind; sie finden wahlweise online oder vor Ort statt, auf Deutsch wie auf Englisch. Dort gibt es auch Zugang zu Förderprogrammen wie dem Mikrodarlehen NRW und dem Gründerstipendium NRW.
Das NRW.Mikrodarlehen der NRW.BANK hat einen Höchstbetrag von 50.000 €. Voraussetzung ist unter anderem, dass man sich vor der Antragstellung in einem STARTERCENTER NRW beraten lässt und ein positives Votum erhält. Bei Gründungen muss der Unternehmensstandort in Nordrhein-Westfalen liegen. Eine individuelle Beratung bietet das Service-Center der NRW.BANK unter 0 211 91741-4800.
Unsere Meinung
Die Mitteilung bleibt bei Eindrücken vom Festival und sagt wenig dazu, was Interessierte konkret davon mitnehmen konnten. Nützlicher für Gründungswillige sind die Angebote, die der Kreis auf seiner Website beschreibt, allen voran die kostenlose Beratung als erster Schritt. Das Festival ist dafür vor allem ein Schaufenster.





