Dormagen – Für die Feuerwehr Dormagen war es ein arbeitsreiches Wochenende: Zwischen Freitag, 8 Uhr, und Montag, 8 Uhr, wurden die Einsatzkräfte im Stadtgebiet zu insgesamt 20 Einsätzen gerufen. Ein Großteil davon hing nach Angaben der Stadt Dormagen mit dem stürmischen Wetter zusammen.
Am Freitag, dem 23. Oktober, begann es noch mit einem gelöschten Akku in Nievenheim und einer Ölverschmutzung in Delhoven. Als der Wind zunahm, häuften sich die Alarme. Rund zehnmal fuhren die Einsatzkräfte nach Stürzelberg, St. Peter, Delhoven, Ückerath, Gohr, Delrath und in die Stadtmitte, um Gefahrenstellen nach dem Sturm zu beseitigen. Zwischendurch meldete eine Gemeinschaftsunterkunft in Dormagen-Mitte ein mögliches Feuer, dessen Ursache zunächst unklar war.
Auch der Samstag stand im Zeichen des Sturms. Die Feuerwehr räumte weitere Schäden ab, die zunächst unentdeckt geblieben waren. Hinzu kamen vier weitere Einsätze in Hackenbroich, Zons, der Stadtmitte und Rheinfeld. In Gohr sicherten die Kräfte außerdem eine Gefahrenstelle ab, an der ein Hornissennest zerstört worden war.
In der Nacht zum Sonntag half die Feuerwehr zweimal dem Rettungsdienst. Außerdem rückte sie wegen eines ausgelösten Heimrauchmelders aus.
Verhältnismäßig ruhig blieb es dagegen am Sonntag. Nur in Stürzelberg waren zwei weitere Einsätze nötig: Dort versperrten zwei Bäume die Zufahrt zum Fährhaus Pitt Jupp oder drohten, sie zu versperren. Die Gefahrenstellen räumten Kräfte aus zwei Feuerwehreinheiten ab.
Feuerwehr und Rettungsdienst sind laut der Stadt Dormagen auf ihrer Website unter dem europaweit gültigen Notruf erreichbar. Für Störungen bei Strom, Erdgas, Wasser und Wärme nennt die Stadt den Entstördienst der evd unter 02133 971-11, rund um die Uhr erreichbar.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät, nach einem Sturm vorsichtig zu bleiben. Bei einem stark beschädigten Dach sollten Betroffene weit genug vom Haus entfernt bleiben und die Feuerwehr anrufen. Das gilt laut BBK auch, wenn Heizöl oder andere gefährliche Substanzen freigesetzt wurden.
Außerdem rät das BBK, Wälder zu meiden: Selbst wenn der Sturm vorüber ist, drohe Verletzungsgefahr durch lose Äste, die herunterfallen, oder durch Bäume, die umgeknickt sind. Im Zweifel solle man sich bei der Gemeinde erkundigen, ob ein Betreten sicher ist. Vor dem Aufräumen empfiehlt das BBK, Schäden genau zu kontrollieren und zu dokumentieren.
Unsere Meinung
Die Liste der Einsatzorte zeigt, wie breit ein Sturm ein Stadtgebiet trifft. Praktisch für Leser sind die Notrufnummern: Bei Gefahr für Menschen gehört der Notruf dazu, bei Störungen der Versorgung der Entstördienst. Wer Schäden am eigenen Haus entdeckt, sollte sie vor dem Aufräumen dokumentieren.





