Krefeld – Schülerinnen und Schüler der beteiligten Schulen können künftig bei der Aluminium Norf GmbH Ausbildungsberufe kennenlernen. Das Unternehmen hat Schulpartnerschaften mit vier Schulen geschlossen, teilte die IHK Mittlerer Niederrhein mit. Dazu zählen die Gesamtschule und das Gymnasium in Norf, die Realschule in Hackenbroich und eine Schule in Dormagen. Die Kammer hat die Kooperationen initiiert.
Geplant sind Erkundungen im Betrieb, Praktika sowie ein Austausch mit Auszubildenden des Unternehmens. Die Jugendlichen sollen verschiedene Tätigkeitsfelder sehen und erkennen, welche Berufswege zu ihnen passen könnten. Dafür stellt das Unternehmen Praktikumsplätze in verschiedenen Ausbildungsberufen bereit, sodass die Schüler unterschiedliche Bereiche des Betriebs kennenlernen können.
Gabriele Götze, IHK-Beraterin für Schule und Wirtschaft, sagt: „Für die Schulen ist die Kooperation eine wertvolle Ergänzung der bestehenden Angebote zur Berufsorientierung.“ Für das Unternehmen entstünden nach ihren Worten frühzeitig Kontakte zu jungen Menschen, die sich für die unterschiedlichen Ausbildungswege interessieren.
Thorsten Rex, Leiter technische Ausbildung bei Alunorf, sagte, die Zusammenarbeit mit vier Schulen gleichzeitig eröffne besonders viele Möglichkeiten, Berufsorientierung praxisnah zu gestalten. Die Jugendlichen könnten ihre Vorstellungen von Ausbildung und Beruf konkretisieren.
Oliver Hommel, Kaufmännischer Geschäftsführer Alunorf, sagte, man wolle Schülern möglichst früh ermöglichen, die Arbeit in einem großen Industriebetrieb kennenzulernen. Die Schulen in der Region seien wichtige Partner. Es sei ein gemeinsamer Auftrag, Brücken zwischen Schule und Arbeitswelt zu schlagen und konkrete Wege in den Beruf aufzuzeigen.
Die Eckdaten
- Ansprechpartnerin: Gabriele Götze, Telefon 02151 635-337
- E-Mail: gabriele.goetze(at)mittlerer-niederrhein.ihk.de
- Online: mittlerer-niederrhein.ihk.de/P538
- Interessierte Unternehmen und Schulen erhalten dort weitere Informationen zu Schulpartnerschaften.
Wie die IHK Mittlerer Niederrhein mitteilt, richtet sich ihre Beratung Schule-Wirtschaft sowohl an allgemeinbildende und weiterführende Schulen sowie Berufskollegs als auch an Mitgliedsunternehmen. Dazu gehören laut IHK die Organisation von Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen sowie Informationsveranstaltungen. Schulen erhalten dabei Kontakt zu interessierten Unternehmen.
Wer sich einen Überblick verschaffen will, kann den IHK-Atlas Schulpartnerschaften nutzen. Die Karte zeigt nach Angaben der IHK Unternehmen, die Schulpartnerschaften eingegangen sind, und liefert per Klick Details zur jeweiligen Partnerschaft.
Ein weiteres Angebot ist die CHECK IN Berufswelt. Laut IHK öffnen dabei Betriebe in Neuss, Viersen, Mönchengladbach, Krefeld und Kempen ihre Türen und stellen Praktikums-, Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten vor. Die Anmeldung läuft über die offizielle Website der CHECK IN Berufswelt.
Unabhängig davon gilt laut Schulministerium NRW: Ab Jahrgangsstufe 8 durchlaufen sämtliche Schülerinnen und Schüler in NRW im Rahmen von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ eine verbindliche und systematisch angelegte Berufliche Orientierung. Dazu gehören vor allem gezielte Praktika in Betrieben.
Unsere Meinung
Wenn mehrere Schulen an einen Betrieb gebunden werden, haben Jugendliche aus der Nachbarschaft eine greifbare Anlaufstelle. Offen bleibt, wie viele Praktikumsplätze es gibt und wie Schüler sich bewerben. Das sollten Eltern und Lehrkräfte bei den Schulen und der IHK-Ansprechpartnerin erfragen.





