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Rees: Henker führt am 30. und 31. Oktober durch die Rheinstadt

In Rees wird es Ende Oktober schaurig: Der Henker von Rees, Tommi Nienhuysen, führt durch die Rheinstadt, am Freitag, 30. Oktober, und am Samstag, 31. Oktober, dem Halloween-Termin. Das teilte die Stadt Rees mit.

Der Henker erzählt dabei von Hexen, Folter und Todesstrafen sowie von weiteren schaurigen Geschichten. Die Besucher sind Teil eines interaktiven Erlebnisses: Sie können raten, ob die erzählten Geschichten wahr oder falsch sind. Nach Angaben der Stadt verbindet die Führung historische Fakten mit humorvollen Beiträgen und Gruselgeschichten zum Mitraten.

Beide Führungen dauern rund 90 Minuten. Sie beginnen jeweils um 19.00 Uhr am Reeser Rathaus. Die Teilnahme kostet acht Euro pro Person, geeignet sind die Führungen für Kinder ab 14 Jahren. Tickets gibt es im Shop auf der städtischen Homepage. Der Gästeführer stellt sein Honorar dem Kinderheim in der Wittenhorst zur Verfügung. Weitere Spenden sind ebenfalls willkommen.

Neben diesen öffentlichen Terminen bietet die Stadt ganzjährig Stadtrundgänge und Themenführungen für Gruppen an. Informationen und Termine gibt es telefonisch oder auf der Internetseite der Stadt.

Die Eckdaten

  • Termine: Freitag, 30. Oktober, und Samstag, 31. Oktober, jeweils 19.00 Uhr
  • Treffpunkt: Reeser Rathaus
  • Dauer: rund 90 Minuten
  • Kosten: acht Euro pro Person, ab 14 Jahren
  • Tickets: www.stadt-rees.de/shop
  • Gruppenführungen: Tel.: 02851 / 51187 oder www.stadt-rees.de/fuehrungen

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Als Hexenverfolgung bezeichnet man die Festnahme, Folter und insbesondere Hinrichtung von Personen, denen man Zauberei oder ein Bündnis mit dem Teufel unterstellte. In Mitteleuropa fand sie vor allem während der Frühen Neuzeit statt, wie Wikipedia schreibt. Der Höhepunkt der Verfolgungswelle in Europa liegt demnach zwischen 1550 und 1650.

Zum Berufsbild des Henkers heißt es bei Wikipedia, zu den Fähigkeiten eines Scharfrichters habe das Entlocken eines Geständnisses durch regelkonform angewandte Folter gehört. Er musste ebenso medizinische Kenntnisse haben, um zu beurteilen, welche Torturen ein Angeklagter aushält, ohne zu sterben. Todesurteile waren so zu vollziehen, wie es das Gericht angeordnet hatte, und zwar ohne jeden Fehler.

Unsere Meinung

Die Mischung aus Geschichte und Ratespiel dürfte vor allem Besucher ansprechen, die Stadtführungen sonst eher meiden. Weil das Honorar einem guten Zweck zugutekommt, hat der Abend auch eine soziale Seite. Offen bleibt, wie viel Platz die Führung dem ernsten Hintergrund der Verfolgungen neben dem Gruselfaktor gibt.

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