Anzeige: Werbefläche freiAnzeige: Werbefläche frei

Zuletzt erschienen

Anzeige: Werbefläche freiAnzeige: Werbefläche frei

Aus der Region

Zehn NRW-Projekte erhalten Förderempfehlung, auch aus Kaarst

Düsseldorf – Zehn Vorhaben aus Nordrhein-Westfalen sollen im Wettbewerb „ZukunftUmweltwirtschaft.NRW“ gefördert werden. Ein unabhängiger Begutachtungsausschuss hat ihnen eine Förderempfehlung gegeben, teilte das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW mit. Aus der Region ist das Projekt IMPAKT dabei, das in Kaarst umgesetzt wird. Dahinter stehen die KRYSCHI Wasserhygiene GmbH, die RWTH Aachen und die AMO GmbH. Es geht um die Mineralisierung persistenter Alkylsubstanzen durch photokatalytische Halbleitertechnologien.

Insgesamt stehen für die zehn ausgewählten Vorhaben rund 7,5 Millionen Euro EU-Mittel bereit. Die Themen reichen von biobasierten Verpackungsfolien über das Recycling von Textilien und Glasfasern bis zu neuen Verfahren für Gewässerreinigung, Wasserstofferzeugung und Batterieproduktion. Nach Angaben des Ministeriums zeigen die Projekte, wie breit die Umweltwirtschaft in NRW aufgestellt ist. Dazu zählen Ansätze für die Kreislaufwirtschaft, für klimafreundlichere Industrieprozesse, für den Wasser- und Ressourcenschutz und für Energiespeicher.

Nach den Worten von Umweltminister Oliver Krischer gilt: „Die Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen arbeitet an den Lösungen für morgen.“ Das Land helfe mit den 7,5 Millionen Euro zehn Vorhaben, ihre Ideen voranzubringen und in die Praxis umzusetzen.

Das Programm gehört zur Umweltwirtschaftsstrategie der Landesregierung und soll kleine und mittlere Unternehmen dabei helfen, neue umweltschonende Technologien voranzubringen. Die Förderung läuft über das EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027. Angesprochen sind bei dem Wettbewerb allein innovative, neuartige und wegweisende Vorhaben, welche den Zielen der EU-Verordnung „Strategische Technologien für Europa“ (STEP) gerecht werden. Sie sollen umweltschonende oder ressourceneffiziente Technologien voranbringen, Wertschöpfungsketten in der EU sichern oder Abhängigkeiten der Europäischen Union verringern.

Die Empfehlung ist noch keine Auszahlung: Als Nächstes müssen die Skizzenerstellerinnen und Skizzenersteller einen formalen Antrag stellen und nachweisen, dass sie die Förderbedingungen erfüllen.

Die weiteren empfohlenen Projekte

  • STARFOAM (Dorsten): flexible Schaumfolien auf Stärkebasis, Loick Biowertstoff GmbH und Fraunhofer UMSICHT
  • EOD-Humid (Gelsenkirchen): PFAS-freie Gasbefeuchtungstechnologie, Direct Matter GmbH und ZBT – Zentrum für Brennstoffzellen-Technik GmbH
  • HEROES (Köln): verbesserte Induktionsheizungen für Industrieprozesse, DLR, LWK Plasmaceramic und IserTech GmbH
  • AUTOPIRTEX (Alsdorf): chemisches Recycling von gemischten Textilabfällen, re.solution GmbH
  • BioLoop (Lindlar): Verwertung von Lebensmittelresten mittels Insektenbiokonversion, Omnivore Recycling (Hermetia Tech GmbH) und weitere Partner
  • H2Sub (Bochum): grüner Wasserstoff statt fossiler Brenngase, PMR Tech GmbH und Gas- und Wärme-Institut Essen e. V.
  • SECARA GmbH, CircuFiber (Aachen): Glasfasern werden aus recycelten glasfaserverstärkten Kunststoffen zurückgewonnen
  • PALM (Köln): Pilotlinie für Lithium-Metall-Batterien, MANUGY GmbH, Skellium GbR und Alteva Technologies GmbH
  • AquaAdapt (Lichtenau): Gewässerbehandlung, Envi-Plan Ingenieurgesellschaft mbH und Fraunhofer IEM

Mehr zum Thema

Wie die Website Umweltwirtschaft.NRW mitteilt, können Anträge von kleinen und mittleren Unternehmen gestellt werden, außerdem von Forschungs- und Bildungseinrichtungen, von kommunalen Betrieben und Institutionen und ebenso von Kammern, Vereinen und Stiftungen. Dort heißt es, finanzielle Unterstützung erhalten innovative und intelligente Neu- wie Weiterentwicklungen aus der Umweltwirtschaft, die Produkte, Biotechnologien, Dienstleistungen und Verfahren betreffen und dabei die Umwelt schonen und Ressourcen effizient nutzen.

Umgesetzt wird das Programm vom Umweltministerium des Landes. Es ist laut Umweltwirtschaft.NRW mit Mitteln der EU-Plattform STEP ausgestattet.

Nach Angaben des Landes unterstützt die Förderung Projekte über die gesamte Bandbreite hinweg, angefangen bei der anwendungsorientierten Forschung bis hin zur Entwicklung von Prototypen und Demonstratoren. Projektskizzen konnten bis zum 30. April 2026 eingereicht werden.

Für Bürgeranfragen nennt das Land NRW auf seiner Website die Telefonnummer 0211 4566-0.

Unsere Meinung

Für Kaarst ist interessant, dass ein Vorhaben zur Wasserreinigung aus der Stadt auf der Liste steht. Die Förderempfehlung zeigt, dass die Idee den Ausschuss überzeugt hat, sagt aber noch nichts über spätere Ergebnisse. Offen bleibt, wie viel Geld auf welches Projekt entfällt und wann die Anträge entschieden werden. Das nennt die Mitteilung nicht.

Ebenfalls neu