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Velbert: Familienpaten suchen neue ehrenamtliche Unterstützung

Velbert – Wer Zeit und Lebenserfahrung hat und Familien im Alltag helfen möchte, kann sich in Velbert als Familienpatin oder Familienpate engagieren. Das Kooperationsprojekt sucht ab sofort neue Ehrenamtliche, weil die Nachfrage weiterhin hoch ist, teilte die Stadt Velbert mit. Getragen wird das Projekt seit mehr als 13 Jahren von der Bergischen Diakonie, der Stadt Velbert und der Freiwilligen Agentur Velbert.

Viele Familien stehen täglich vor der Aufgabe, Kinder, Beruf und Haushalt zu vereinbaren. Fehlt die Hilfe von Großeltern, Verwandten oder einem verlässlichen sozialen Umfeld, wächst die Belastung schnell. Nach Angaben der Projektpartner entlastet es Familien oft schon spürbar, wenn jemand Zeit mitbringt, zuhört oder etwas mit den Kindern unternimmt.

Jutta Dulitz-Colmsee betreut das Projekt bei der Freiwilligen Agentur Velbert als Koordinatorin und Ansprechpartnerin. Sie erklärte: „Unsere Patinnen und Paten bringen etwas mit, das man nicht aus einem Lehrbuch lernen kann: Lebenserfahrung, Gelassenheit, Alltagskompetenz und ein großes Herz.“

Was Familienpaten tun

Die Unterstützung sieht von Familie zu Familie anders aus. Die Ehrenamtlichen gehen mit den Kindern auf den Spielplatz, lesen vor, basteln oder spielen. Manchmal halten sie den Eltern für zwei Stunden den Rücken frei, damit diese neue Kraft schöpfen, wichtige Termine wahrnehmen oder liegengebliebene Dinge erledigen können. Aus solchen Begegnungen wachsen laut Mitteilung nicht selten vertrauensvolle Beziehungen.

Zeitaufwand und Begleitung

Der zeitliche Rahmen lässt sich flexibel gestalten und gilt als gut zu bewältigen. Üblich sind etwa zwei bis vier Wochenstunden. Allein gelassen wird niemand: Fachlich wie persönlich begleiten Jutta Dulitz-Colmsee (Freiwilligen Agentur) und Heike Raschegewski (Bergische Diakonie) das Projekt. Wer neu dazukommt, wird gründlich auf die Aufgabe vorbereitet, kann Fortbildungen besuchen und im Austausch mit anderen Ehrenamtlichen bleiben.

Die Eckdaten

  • Gesucht: neue ehrenamtliche Familienpatinnen und Familienpaten, ab sofort
  • Zeitaufwand: meist rund zwei bis vier Stunden in der Woche
  • Information: Freiwillige Agentur Velbert, Ansprechperson Jutta Dulitz-Colmsee
  • Telefon: 02051/26-2036
  • E-Mail: [email protected]

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Auf der Website der Stadt Velbert heißt es, das Projekt sei eine Kooperation der Diakonie Niederberg, der Freiwilligen Agentur Velbert und der Stadt Velbert (die Pressemitteilung nennt die Bergische Diakonie). Bürgermeister Dirk Lukrafka unterstütze die Initiative als Schirmherr. Die Kooperationspartner organisieren regelmäßige Treffen zum Erfahrungsaustausch und bieten kostenlose Fortbildungen an.

Als Voraussetzungen nennt die Stadt unter anderem, dass man gut auf Kinder eingehen kann, Feingefühl und Toleranz mitbringt, sich auf neue Situationen einstellen kann und offen gegenüber anderen Kulturen ist. Außerdem sollte man Lust haben, eigenes Wissen und selbst Erlebtes mit anderen zu teilen.

Die Stadt betont zudem, dass Familienpaten keinen professionellen Fachdienst ersetzen. Statt den Eltern Ratschläge zu geben, helfen sie ihnen bei den täglichen Aufgaben. Möglich sind laut Stadt auch Hilfe bei den Hausaufgaben oder Fahrten zur Musikschule oder zum Sportverein.

Die Freiwillige Agentur ist laut Stadt dienstags von 10.00 bis 13.00 Uhr im Rathaus erreichbar, eine Terminvereinbarung ist möglich.

Unsere Meinung

Das Angebot richtet sich erkennbar an Menschen, die keine Fachkraft sein müssen, sondern vor allem Zeit und Zugewandtheit mitbringen. Das senkt die Hemmschwelle. Offen bleibt, wie viele Familien derzeit auf Hilfe warten. Wer unsicher ist, ob das Ehrenamt passt, kann zunächst unverbindlich nachfragen.

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