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Rees: NRW-Stiftung fördert neue Dauerausstellung im Bosman Museum

Rees – Das Koenraad Bosman Museum in Rees bekommt eine neue Dauerausstellung. Die NRW-Stiftung unterstützt den Verkehrs- und Verschönerungsverein Rees e. V. dabei mit bis zu 250.000 Euro, teilte die Stadt Rees mit. Anlass ist das bevorstehende Jubiläum der Stadt. Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Vizepräsidentin der NRW-Stiftung, übergab die Förderurkunde bei einem Besuch vor Ort.

Der Verein möchte das Haus im 800-jährigen Jubiläumsjahr 2028 zu einem modernen Stadtmuseum weiterentwickeln, das weit über die Region hinaus wirken soll. Die Schau trägt dann den Titel „Rees entdecken: Reisen durch Zeit und Raum“. Gezeigt werden Festungsarchitektur und historische Exponate der Stadt sowie ein Teil der Sammlung Bosman, jeweils neu inszeniert und digital aufbereitet. Die Kasematte unter dem Museum soll künftig zum Museumsrundgang gehören.

Die sogenannte „Dürer-Kasematte“ wird zur „Erlebniszone Mittelalter und Frühe Neuzeit“ ausgebaut. Die Stadtbefestigung von Rees ist nach der Mitteilung großenteils erhalten. Schon im Mittelalter war Rees ein wichtiger Handelsort am Niederrhein und gehörte zur Hanse. Im 16. Jahrhundert entstanden dort umfangreiche Wehranlagen, die auf die Befestigungslehre Albrecht Dürers zurückgehen.

Projektleiter Dr. Veit Veltzke erklärt das Konzept: „Mit Hörsequenzen, stehenden und bewegten Bildern, die auf die Mauern projiziert werden, speziellen Ton- und Lichteffekten wird Geschichte hier erzählerisch und emotional vermittelt.“ Schock-Werner sagte, die neue Ausstellung solle Gäste des Museums außerdem dazu anregen, anschließend noch durch die Stadt zu spazieren.

Bürgermeister Sebastian Hense sagte, hier zeige sich, was entstehen könne, wenn Vereine, Bürgerschaft und Stadt an einem Strang ziehen. Das Vorhaben wäre allein in dieser Größenordnung nicht zu stemmen gewesen. Sein Dank galt allen Beteiligten.

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung wurde 1986 gegründet und hat seither fast 4.000 Projekte aus Natur und Kultur unterstützt, zusammen mit etwa 340 Millionen Euro. Finanziert wird sie vom Land NRW, durch Lotterieerträge von Westlotto, durch Beiträge ihres Fördervereins und durch Spenden.

Die Eckdaten

  • Förderung: bis zu 250.000 Euro der NRW-Stiftung
  • Den Zuschuss erhält der Verkehrs- und Verschönerungsverein Rees e. V.
  • Jubiläumsjahr der Stadt Rees: 2028 (800 Jahre)
  • Weitere Informationen gibt es unter www.nrw-stiftung.de sowie im Podcast „Förderbande“

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Das Koenraad-Bosman-Museum ist das Museum für Kunst und Stadtgeschichte der Stadt Rees. Es wurde 1997 eröffnet und ist nach dem niederländischen Museumsförderer Koenraad Bosman benannt. Das zweigeschossige Gebäude wurde um 1850 erbaut.

Die ständige Kunstausstellung entstand laut Wikipedia aus der Sammlung Koenraad Bosman und aus der Sammlung der Stadt Rees. Zur Stadtgeschichte zeigt das Haus unter anderem eine Nachbildung der Stadterhebungsurkunde von 1228 und Fotos der noch vorhandenen Teile der Stadtbefestigung.

Zugänglich ist auch eine Kasematte für leichtere Geschütze, die um etwa 1500 entstand und sich unterhalb des Museumsgebäudes befindet. Das Museum ist laut Stadt Rees samstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 2,00 €, für Kinder 1,00 €.

Unsere Meinung

Das Konzept setzt auf Projektionen, Ton und Licht in einem historischen Gewölbe, das klingt nach einem anschaulichen Zugang zur Stadtgeschichte. Offen bleibt, ob die Neueinrichtung schon zum Jubiläumsjahr fertig sein soll und ob die Kasematte bis dahin durchgehend zugänglich bleibt. Dazu sagt die Mitteilung nichts.

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