Viersen – Die Halloweennacht im Kreis Viersen ist nach Angaben der Polizei überwiegend friedlich verlaufen. Das teilte die Kreispolizeibehörde Viersen mit. In einzelnen Fällen hatten es die Einsatzkräfte aber mit Ruhestörungen, einem leicht verletzten Jugendlichen und einer Ingewahrsamnahme zu tun.
Gegen 19 Uhr bewarfen Unbekannte in Viersen an der Straße Am Kettbaum ein Auto samt Fahrerin mit Eiern. Wenig später sorgte ein 13-Jähriger kurz für Aufregung. Er lief mit einer Kettensäge über die Flämische Allee in Viersen und erschreckte Menschen. Die Säge hatte zwar keine Kette mehr, ihr Motor lief aber. Die Einsatzkräfte stellten sie bis zum nächsten Tag sicher.
Später am Abend mussten Einsatzkräfte in verschiedenen Kommunen Feiernde bitten, leiser zu sein. In Schiefbahn traf am späten Abend ein Böller einen Jugendlichen am Bein, er wurde leicht verletzt. Einen 22-jährigen Viersener nahmen die Einsatzkräfte auf der Gartenstraße in Gewahrsam, weil er einen Platzverweis missachtet hatte.
Laut Polizei feierte der weitaus größte Teil der Feierwilligen im Kreisgebiet friedlich. Polizeidirektor Stefan Neugebauer leitete den Einsatz und zieht ein positives Fazit: „Die große und sichtbare Polizeipräsenz, vor allem in der Innenstadt von Viersen, hat sicherlich zu dem insgesamt friedlichen Verlauf beigetragen. Größere Randale hat es jedenfalls nicht gegeben“.
Unsere Meinung
Die Vorfälle der Nacht sind eher Ärgernisse als ernste Straftaten, doch ein Böller am Bein oder eine laufende Säge in einer Menschenmenge zeigen, wie schnell aus Spaß eine Gefahr wird. Ob die Polizeipräsenz tatsächlich der Grund für die Ruhe war, lässt sich aus der Mitteilung nicht belegen.




