Ratingen – Wer in Ratingen und Umgebung noch auf ein Konzert vor Heiligabend hofft, kann Karten für den 23. Dezember kaufen. Die Stadt Ratingen veranstaltet gemeinsam mit dem Konzertchor Ratingen und der Sinfonietta das traditionelle Weihnachtskonzert, teilte die Stadt Ratingen mit. Beginn ist am Mittwoch um 19 Uhr in der Stadthalle an der Schützenstraße 1.
Professor Thomas Gabrisch übernimmt Leitung und Moderation. Chor, Sinfonietta und ein Solistenensemble spannen den Bogen von barocken Meisterwerken über sinfonische Filmmusik bis zu jazzigem Chorsound.
Das Programm im ersten Teil
Zu Beginn erklingt von Johann Sebastian Bach die festliche Ouvertüre aus der Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur. Es folgt die Echo-Arie aus dem Weihnachtsoratorium. Der Violinist Noé Inui spielt den ersten Satz aus Antonio Vivaldis „Winter“. Schon im März kam er beim Publikum mit Piazzollas Jahreszeiten sehr gut an, nun ist er mit Vivaldi erneut als Solist zu hören.
Außerdem stehen Vivaldis Gloria, Mozarts „Schlittenfahrt“, Peter Cornelius‘ „Die Könige“ und Felix Mendelssohn Bartholdys „Verleih uns Frieden“ auf dem Programm. Bevor die Pause beginnt, bringt der Chor den Chorsatz „For unto us a Child is born“ aus dem „Messiah“ von Georg Friedrich Händel zu Gehör.
Der zweite Teil
Nach der Pause wird es moderner. Alexander Kronbichler, nach Angaben der Stadt internationaler Preisträger, spielt an der Solo-Oboe zwei Stücke von Ennio Morricone: „Gabriel’s Oboe“ aus dem Film „The Mission“ und das „tema d‘amore“ aus „Cinema Paradiso“. Dazu erklingt das „Sanctus“ aus Will Todds „Mass in Blue“, ein ruhiger jazziger Chorsatz.
Zwei Weihnachts-Carols von John Rutter und französische Weihnachtsmusik von Charles Gounod, mit den Solistinnen Sabine Schneider und Verena Kronbichler, folgen. Camille Saint-Saëns‘ „Tollite hostias“ und Händels „Tochter Zion“ führen zum Abschluss. Dann ist das Publikum zum Mitsingen eingeladen: „Macht hoch die Tür“, „Stille Nacht“, „Hört, die Engelchöre singen“ und „O du Fröhliche“ erklingen mit allen Beteiligten.
Die Eckdaten
- Termin: Mittwoch, 23. Dezember, 19 Uhr
- Ort: Stadthalle, Schützenstraße 1
- Preis: je nach Platzkategorie 18,- / 27,- / 30,- Euro, ermäßigt 50 %
- Eintrittskarten gibt es beim Amt für Kultur und Tourismus, an bekannten Vorverkaufsstellen sowie online unter https://tickets.stadt-ratingen.de/ und bei www.westticket.de.
- Reservieren lässt sich beim Kulturamt, telefonisch unter 02102 550-4104 und -4105.
Die Echo-Arie stammt aus Bachs Weihnachtsoratorium. Nach Angaben der Wikipedia ist es ein sechsteiliges Oratorium für Soli, gemischten Chor und Orchester. Erstmals erklangen die Teile in Leipzig durch den Thomanerchor, und zwar bei sechs Gottesdiensten, die vom ersten Weihnachtsfeiertag 1734 bis zum Epiphaniasfest 1735 stattfanden.
Laut Wikipedia versteht man unter einem Oratorium eine mehrteilige, dramatische Vertonung, meist eines geistlichen Geschehens, die für mehrere Personen, Chor und Orchester gesetzt ist. Der Unterschied zwischen Oper und Oratorium liegt darin, dass die Oper überwiegend weltliche Stoffe behandelt, wohingegen das Oratorium eher geistliche Geschichten in den Mittelpunkt rückt.
Unsere Meinung
Das Programm reicht von Barock bis Filmmusik und dürfte damit unterschiedliche Geschmäcker ansprechen. Das gemeinsame Singen am Ende macht aus dem Konzert einen Abend zum Mitmachen. Wer dabei sein will, sollte sich die Karten nicht zu spät besorgen, auch wenn die Mitteilung zur Nachfrage nichts nennt.





