Neukirchen-Vluyn – Wie erkenne ich im Netz verlässliche Informationen? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Vortrag mit Diskussion am 5. November 2026 in Neukirchen-Vluyn. Der Förderverein der Stadtbücherei lädt dazu ein, wie die Stadt Neukirchen-Vluyn mitteilte. Philipp Marten von der Ruhr-Universität Bochum hält den Vortrag, Beginn ist um 19 Uhr, und zwar in den Räumen der Bücherei am Missionshof 5. Der Titel lautet „Was kann ich im Internet noch glauben? „Informiertes Vertrauen“ als Antwort auf den digitalen Informationsüberfluss“. Ohne Anmeldung geht es nicht.
Der Hintergrund: Vor allem junge Menschen stehen täglich vor der Aufgabe, aus einem großen Angebot auszuwählen, welchen Informationen sie trauen und welchen nicht. Solche Entscheidungen sollten möglichst „informiert“ fallen. Dafür hat die empirische Bildungsforschung seit einigen Jahren viele Ansätze erarbeitet, die laut Mitteilung nachweislich beim Aufbau belastbarer Bewertungsstrategien helfen.
Im Mittelpunkt stehen drei Strategien: Quellenbewertung, Gegencheck und Prebunking. Prebunking bedeutet vorbeugende Aufklärung über die Mechanismen von Desinformation. Ziel des Abends ist es, Menschen gegenüber unsicheren Informationslagen widerstandsfähiger zu machen. Sie sollen einen praxistauglichen Werkzeugkasten für verschiedene Online-Situationen erhalten.
Die Eckdaten
- Termin: 5. November 2026, ab 19 Uhr
- Ort: Veranstaltungsraum der Stadtbücherei, Missionshof 5
- Referent: Philipp Marten, Ruhr-Universität Bochum
- Anmeldung erforderlich, möglich über das Anmeldeportal im Veranstaltungskalender unter www.stadtbuecherei-neukirchen-vluyn.de
- Veranstalter: Förderverein der Stadtbücherei, mit Unterstützung der Bürgerstiftung
Faktenchecks gibt es nicht nur im Vortrag. Das Bundesinnenministerium weist auf seiner Website darauf hin, dass öffentlich-rechtliche Medien und andere unabhängige Organisationen einzelne Falschmeldungen überprüfen und richtigstellen. Das Faktenchecken wird auch Debunking genannt, wie die Bundeszentrale für politische Bildung schreibt. Sie stellt es dem Prebunking gegenüber, das vorher ansetzt, während Debunking danach kommt.
Zur Quellenprüfung rät das Bundesinnenministerium, bei Webseiten das Impressum anzusehen. Es sollte eine verantwortliche Person und eine vollständige Anschrift enthalten, nicht nur eine anonyme E-Mail-Adresse. In sozialen Netzwerken solle man sich an die verifizierten Accounts offizieller Stellen halten.
Die Bundeszentrale für politische Bildung beschreibt außerdem eine Methode namens Trust-Checking. Wirken Beiträge im Netz oder in sozialen Netzwerken schlecht belegt, enthalten sie keine Zitate oder passen ihre Bilder und Videos nicht zum Thema, machen sie laut Bundeszentrale für politische Bildung schon auf den ersten Blick weniger vertrauenswürdig. Die Methode ersetze ein evidenzbasiertes Fact-Checking-Verfahren nicht.
Unsere Meinung
Der Abend verspricht Handwerkszeug statt Alarmstimmung, und das ist bei diesem Thema sinnvoll. Offen bleibt, wie viel Raum die Diskussion bekommt und ob auch Ältere angesprochen sind, denn die Mitteilung betont junge Menschen. Wer teilnehmen will, sollte die Anmeldung nicht vergessen.





